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20.05.2019 - Bombenfund, Teveren
Einsatzinformationen
Datum: 20.05.2019
Alarmierungszeit: 13:56 Uhr
Einsatzende: 20:30 Uhr
Alarmstichwort: Sonstige Hilfeleistung
Stadt/Gemeinde: Geilenkirchen
Ort: Teveren
Alarmiert:
LE Geilenkirchen (ELW & MTF)
LE Gillrath-Hatterath
LE Teveren
LE Tripsrath-Niederheid (MTF)
Wehrleitung
Kreisbrandmeister
Technische Einsatzleitung Kreis Heinsberg
Rettungsdienst
Malteser Hilfsdienst (3.EE)
Polizei
Bereitschaftspolizei
Kampfmittelräumdienst
Ordnungsamt
Leitung Stadtverwaltung
Städtischer Bauhof
Einsatzbericht

In den Morgenstunden des 20.05. wurde bei Erdarbeiten an einem Wirtschaftsweg eine vermutlich aus dem zweiten Weltkrieg stammende Fliegerbombe gefunden. Da es sich hierbei um einen vermutlich noch zündfähigen Blindgänger handelte, war bei der Entschärfung höchste Vorsicht geboten. Umgehend wurde der betroffene Bereich durch das zuständige Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung abgesperrt, sowie der Kampfmittelräumdienst angefordert. Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung entschied mit dem Ordnungsamt nach eingehender Begutachtung der Situation in den Mittagsstunden, dass die Bombe kontrolliert gesprengt werden musste.

Die akute Gefahr des versehentlich mit dem Bagger bewegten Kampfmittels und die Entscheidung zur kontrollierten Sprengung machte eine Räumung in einem Umkreis von 300m um den Fundort herum erforderlich. In diesem Bereich durften sich keine Personen Häusern aufhalten. Durch Polizei und Stadtbetrieb wurden umfangreiche Sperrmaßnahmen eingerichtet, die massive, aber leider nicht vermeidbare Auswirkungen auf den Berufsverkehr hatten. Die Feuerwehr übernahm die Räumung mehrerer Straßenzüge im Bereich Teverens. Jedes Haus wurde einzeln kontrolliert und die Bewohner aufgefordert den Räumungsbereich zu verlassen. Einige konnten für die Zeit der Sprengung bei Verwandten und Freunden unterkommen, für alle anderen wurde durch den Malteser Hilfsdienst eine Betreuungsstelle in der Grundschule eingerichtet. Zudem unterstützten wir mit Mannschaftstransportfahrzeugen den Transport nicht mobiler Patienten. Auch nicht gehfähige und erkrankte Patienten mussten den Bereich verlassen. Hierzu kooperierten wir mit dem Rettungsdienst des Kreises, der einen RTW und einen KTW für solche Transporte bereitstellte sowie dem Sanitätsdienst des Malteser Hilfsdienstes. Etwa 250 Personen mussten ihre Wohnungen für diese Zeit zurücklassen.

Im Umkreis von 500m rund um den Fundort wurde durch Lautsprecherdurchsagen, Radioinformationen und die WarnApp NINA ein "luftschutzmäßiges Verhalten" angewiesen. Dort lebende Personen wurden aufgefordert während der kontrollierten Sprengung Fenster und Türen geschlossen zu halten und Fensterflächen zu meiden. Gegen 19:00 Uhr wurde die Bombe kontrolliert gesprengt. In dieser Zeit hielten wir zwei Löschfahrzeuge in Bereitschaft um ohne Verzögerung sofort eingreifen zu können, falls etwas schief gelaufen wäre. Da die Sprengung jedoch unproblematisch verlief und nur ein dumpfer Knall zu vernehmen war, mussten wir nicht weiter eingreifen. Alle Menschen konnten darauffolgend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Insgesamt waren an dem Einsatz rund 150 Einsatzkräfte in den verschiedenen Bereichen vor Ort, ein Sammelraum für alle Kräfte wurde am Feuerwehrgerätehaus in Teveren eingerichtet.

Im Zuge dieses Einsatzes möchten wir nochmals auf die WarnApp NINA hinweisen. Die kostenlose App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informiert nicht nur in einem solchen Evakuierungsfall über erforderliche Schutzmaßnahmen der Bevölkerung bei auftretenden Gefahren.

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