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24 Stunden Übung 2009

Am Abend des 11.09.2009, einem Freitag, fiel der Startschuss für eine Ausbildungsveranstaltung, die es so in unserer Löscheinheit noch nicht gegeben hat. Mit der Fahrt von unserem Gerätehaus zum Übungsgelände begann unsere erste 24-Stunden-Übung. Die Bundeswehr hat uns freundlicher Weise ein Gelände der technischen Schule des Heeres (TSH) zur Verfügung gestellt, dass an das Areal der NATO-Airbase grenzt. Nachdem wir in den Unterkünften dort unsere Stuben bezogen hatten, fand eine erste Einteilung auf die Fahrzeuge statt. Als Übungsteilnehmer sind 16 Mitglieder unserer Löscheinheit mitgefahren, vom frisch überstellten Feuerwehrmann bis zum stellvertretenden Wehrleiter. Das Team der Übungsleiter bestand neben unserem Löscheinheitsführer Markus Kleinen aus den Kameraden Axel Radzki, Norbert Randerath und Swen Peltzer von der Werkfeuerwehr der NATO-Airbase.

Nachdem die Positionen auf LF 8/6, LF 8 und GW-G verteilt waren, mussten wir auch nicht allzu lange auf die erste Übung warten. Der erste "Einsatz" war gleich eine GSG-Lage, ein LKW der Bundeswehr war mit einem Auto zusammengestoßen. Bei dem Unfall war der PKW-Fahrer leider verstorben und die Ladung des LKW ist beschädigt worden. Da es sich dabei um hochinfektiöse Abfälle aus einem Bundeswehrkrankenhaus handelte, musste mit großer Vorsicht unter Vollschutzanzügen (CSA) vorgegangen werden. Eine solche Lage ist natürlich eine Mammut-Aufgabe und in der Realität mit 16 Feuerwehrleuten nicht zu bewältigen. Darum stand bei dieser Übung auch die erste Erkundung und das Vorgehen des ersten CSA-Trupps im Vordergrund. Die vorhandenen Schwachstellen wurden aufgezeigt und bei der Übungsnachbesprechung mit der nötigen Offenheit angesprochen.

Im Laufe des späten Abends und am nächsten Tag warteten dann noch viele weitere Übungen und Aufgaben auf uns. Zu bewältigende Szenarien waren unter anderem
- Feuer in einem Einfamilienhaus
- Vermisstes Kleinkind im Wald
- Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen (PKW auf der Seite)
- Auslösung einer Brandmeldeanlage
- Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person (PKW gegen Gebäude)
- Triebwerksbrand an einem Hubschrauber
- Feuer in Wohngebäude mit meheren vermissten Personen
sowie eine Fortbildung / Übung zum Thema Absturzsicherung und Abseilen aus Höhen.

Das Dicke Ende kam jedoch erst zum Schluss: Als Abschlussübung am Samstag Nachmittag wurde eine Gasexplosion an einem Wohngebäude angenommen. Auch hier mussten im Innenangriff nach Opfern gesucht werden. Insgesamt konnten wir mit diesem "Einsatz" am Ende sehr zufrieden sein. Es war deutlich zu sehen, wie die in den vergangenen Stunden gemachten Erfahrungen schon umgesetzt wurden. Nach dieser fordernden Übung mit 'special effects' brachen wir unsere Zelte auf dem TSH-Gelände ab und fuhren zurück zum Gerätehaus nach Gillrath. Hier wurden erst einmal Fahrzeuge und Material wieder auf Vordermann gebracht, dann war für den Abend zum lockeren Ausklang ein kleines Grillfest geplant. Jedoch waren die Strapazen der vergangenen 24 Stunden den meißten Übungsteilnehmern deutlich anzusehen, viele verabschiedeten sich recht schnell, um zu hause endlich in den wohlverdienten Schlaf zu fallen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei den Übungsleitern Norbert Randerath, Swen Peltzer, Axel Radzki und Markus Kleinen sowie bei Simon Heinrichs und Jürgen Hinkelmann bedanken. Wir hoffen sehr, dass eine solche 24-Stunden-Übung bald fester Bestandteil des Jahresausbildungsplanes wird.

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